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P.V. Rajagopal

P.V. Rajagopal hat sich seit den Siebzigerjahren als Menschenrechtsaktivist in Zentralindien einen Namen gemacht. Er ist Gründer von Ekta Parishad und leitet die Bewegung voller Idealismus, Beharrlichkeit und Bescheidenheit. Seine unermüdliche Energie, sein grosses Verständnis und sein Geschick, Menschen zu ermutigen, sich für ihre Rechte einzusetzen und die Ärmsten der indischen Landbevölkerung zu mobilisieren, haben ihm von der Basis bis hin zu nationalen Regierungskreisen grossen Respekt verschafft. Rajagopal ist „Vice-Chairperson“ der Gandhi Peace Foundation in Delhi. Auch die Gründung von Ekta Europe, einem losen Netzwerk von Organisationen aus Belgien, Deutschland, England, Frankreich und der Schweiz, welche die Arbeit von Ekta Parishad unterstützen, ist seiner Initiative zu verdanken.

In Zusammenarbeit mit dem «Centre for Socio-Cultural Interaction» (CESCI) veranstalten die Weltfilmtage Thusis Gespräche mit dem charismatischen Gründer von Ekta Parishad, nicht nur im Kino Rätia in Thusis, sondern auch andernorts.

mehr auch unter cesci.ch

Shawkat Amin Korki

Shawkat Amin Korki wurde 1973 im kurdischen Teil des Iraks geboren. Um bei seiner Familie zu sein, wurde er von der irakischen Miliz gezwungen, in den Iran zu fliehen, wo er bis 1999 blieb. Während seines Aufenthalts im Iran und auch später, nachdem er ins irakische Kurdistan zurückgekehrt war, arbeitete er für das Theater, das Fernsehen und das Kino. Seine Kurzfilme, die er zwischen 1997 und 2005 drehte, wurden an vielen internationalen Festivals gezeigt, gewannen Preise und erhielten grosse Anerkennung. 2002 half er mit bei der Organisation des ersten Kurzfilmfestivals in Arbil.

Shawkat Amin Korki besucht die Weltfimtage Thusis mit seinem Film «Memories on Stone» (Sa 8.11. um 14.00). Nach der Aufführung des Films gibt es ein Filmgespräch mit dem Regisseur.

Farida Pacha

Farida Pacha wurde 1972 in Mumbai, Indien, geboren. Nach einem Studium der Soziologie und Anthropologie machte sie den Master of Fine Arts in Cinema an der SIU (Southern Illinois University), Carbondale. 2006 gewann sie den National Indian Film Award für The Seedkeepers. Seit 2011 lebt und arbeitet sie mit dem Kameramann Lutz Konermann in Zürich.
Nach der Aufführung ihres Films «My Name is Salt» (Do 6.11. 17:30) gibt es ein Filmgespräch mit Farida Pacha.

Tina Leisch

Die in München geborene Tina Leisch ist Regisseurin,
Journalistin und politische Aktivistin und lebt in Österreich. Sie selbst beschreibt sich als „Text-, Film- und Theaterarbeiterin“. Ihr Film «Roque Dalton, erschiessen wir die Nacht» (Fr. 7.11. 14.30) wurde als bester Dokumentarfilm beim Cine Las Americas International Film Festival
ausgezeichnet.

Christoph Schaub

Das Publikum kennt Christoph Schaub hauptsächlich als Regisseur erfolgreicher Spielfilme wie «Giulias Verschwinden», «Happy New Year», «Jeune Homme» oder «Sternenberg». Zudem hat der Zürcher Filmemacher einige Dokumentarfilme zu architektonischen und urbanistischen Themen realisiert.
Christoph Schaubs filmische Laufbahn begann 1981 im Videoladen Zürich.
Von 1996 bis 2004 lehrte er als Gastdozent an der Hochschule der Künste/Abteilung Film & Video sowie an der F+F Zürich. Zudem war er Mitgründer der Kinos Morgental (Schliessung 2002), RiffRaff und Bourbaki. Bis heute ist er als Verwaltungsratspräsident für diese Kinos tätig.

Sein Film «Millions can Walk» wird am Di 4.11. um 19.15 sowie am So 9.11. um 9.15 aufgeführt. Im Anschluss der Sonntagsvorstellung gibt es unter der Leitung von …… ein Filmgespräch mit Christoph Schaub, P.V. Rajagopal und Karl Saurer («Ahimsa»).

Karl Saurer

Karl Saurer wurde 1943 in Einsiedeln geboren. Er besitzt den Master of Arts der Medienwissenschaft, ist Autor und Regisseur von Dokumentar- und Spielfilmen sowie Dozent an Universitäten und Filmschulen. Er unternahm Filmtourneen und und betreute Workshops in den USA, Afrika und Indien.

Karl Saurer besucht dieses Jahr die Weltfilmtage Thusis mit seinem Film «Ahimsa – die Stärke von Gewaltfreiheit» (Sa 8.11. 9.00). Sein Film «Rajas Reise» war vor 2008 an den Weltfilmtagen Thusis zu sehen.

Pio Coradi

Der Kameramann Pio Corradi besuchte die Kunstgewerbeschule in Basel und liess sich danach als Fotograf ausbilden.
Seit 1974 ist er freischaffender Kameramann und er wurde zunächst für zahlreiche Dokumentarfilme engagiert. Später folgten auch zahlreiche Fernseh- und Kinofilme, die er mit der Kamera festhielt.
Eine kleine Auswahl seiner bekanntesten Arbeiten sind «Der Stumme», «Höhenfeuer», «Der Lauf der Dinge», «Vitus» und auch «Tumult im Urwald».

Pio Coradi wird anlässlich der Vorführung von «Tumult im Urwald» das Leben und Schaffen der kürlich verstorbenen Dokumentarfilmerin Lisa Fässler würdigen.

Helena Nyberg

Die gebürtige Finnin Helena Nyberg kam seit Beginn ihrer Arbeit als studierte Übersetzerin und Konferenzdolmetscherin mit multikulturellen und politischen Themen in Berührung. Ihr Engagement als langjährige Geschäftsführerin und heutige Herausgeberin der Publikationen von INCOMINDIOS Schweiz brachte sie in Kontakt mit indigenen Völkern weltweit. Ihr Fokus sind Ressourcen und die Rechte der Frauen, wofür sie sich auch als Mitglied von WILPF, der ältesten internationalen Frauen-Friedensorganisation einsetzt.

Helena Nyberg moderiert die Filmgespräche mit Judy Kibinge nach «Something Necessary» (Mi 5.11. 19:15) und mit Farida Pacha nach «My Name is Salt» (Do 6.11. 17:30)

Flurina Badel

Flurina Badel ist im Engadin geboren und aufgewachsen, heute lebt sie in Graubünden und Basel. Flurina Badel arbeitet in den Bereichen Bildende Kunst, Video/Audio, Performance/Theater sowie als freie Journalistin bei RTR/SF und macht Produktionsleitung/PR/Moderation für diverse ausschliesslich kulturelle Anlässe. Seit 2007 kümmert sie sich um die eine Hälfte der Pressearbeit und Moderation der Weltfilmtage in Thusis.

?Flurina Badel moderiert die Gespräche zu «Der Imker» (Do 31.10. 18:00) und «Violence. My Home, My Family» (Fr 1.11. 9:00).

Zusammen mit Daniel von Aarburg gibt Flurina Badel Einführungen zu den Filmen.

Daniel von Aarburg

Daniel von Aarburg ist in Chur aufgewachsen. Nach dem Studium der Germanistik und Philosophie an der Universität Zürich folgte eine Ausbildung zum “Réalisateur en audiovisuel” an der Filmschule Lausanne (DAVI). Seit 2000 ist Daniel von Aarburg freischaffender Filmemacher. Er realisierte «Letters to Srebrenica», «Marco Camenisch», «Si pensava di restare poco», «Hugo Koblet – Pédaleur de charme» u.a.

Daniel von Aarburg führt das Filmgespräch mit Tina Leisch zu ihrem Film «Roque Dalton, erschiessen wir die Nacht!» (Fr 7.11. 14.30)

Zusammen mit Flurina Badel gibt Daniel von Aarburg Einführungen zu den Filmen.