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Dienstag, 27. Oktober 2026, 14:00 Uhr
A Sad and Beautiful World Cyril Aris, Libanon 2025, OV/d,f, 110’

Nino und Yasmina kommen am selben Tag, im selben Spital und im Abstand von nur einer Minute zur Welt, während draussen der Bürgerkrieg tobt. Als Kinder eng befreundet, verlieren sie sich durch den Wegzug Yasminas aus den Augen und begegnen sich erst zwanzig Jahre später wieder.

Es ist Liebe auf den zweiten Blick – doch ihre Vorstellungen vom Leben und der gemeinsamen Zukunft könnten kaum unterschiedlicher sein, denn ihre privaten Erlebnisse sowie die politischen Unruhen des Landes haben Spuren hinterlassen.

Regisseur und Drehbuchautor Cyril Aris inszeniert eine mitreissende Liebesgeschichte, die sich über drei Jahrzehnte entfaltet und in der sich die jüngere Vergangenheit des Libanon widerspiegelt.

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Dienstag, 27. Oktober 2026, 16:10 Uhr
Dua Blerta Basholli, Kosovo, Schweiz 2026, ab 12 Jahren, OV/d,f, 100’

Prishtina, Kosova, Ende der 1990er-Jahre. Während der Krieg näher rückt und die ethnischen Spannungen eskalieren, ringt die dreizehnjährige Dua darum, ihren Platz unter Gleichaltrigen und in ihrem sich wandelnden Körper zu finden.

Nach einem Vorfall, der ihre Gemeinschaft erschüttert, gerät sie selbst ins Visier. Sie freundet sich mit der furchtlosen Maki an, die sie zu einer unerwarteten Form des Widerstands hinzieht. Zwischen allgegenwärtiger Gewalt und der wachsenden Bedrohung des Exils bleibt kaum Raum für leise, persönliche Aufbrüche.

→ Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gratis.

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Dienstag, 27. Oktober 2026, 18:10 Uhr
La Hija Cóndor Alvaro Olmas Torrico, Bolivien 2025, OV/d,f, 109’

Comundo präsentiert

Hoch oben in den majestätischen Anden wächst Clara, eine junge Quechua, in einer indigenen Gemeinschaft auf und begleitet ihre Ziehmutter Ana zu Hausgeburten. Mit ihrer schönen Stimme und rituellen Gesängen hilft sie, neues Leben auf die Welt zu bringen. Während sie tief in den Ritualen verwurzelt ist, spürt sie zugleich die Sehnsucht nach einem Leben in der Stadt. Heimlich lauscht sie Tanzmusik im Radio, die sie von grossen Bühnen träumen lasst.

Als Ärzt:innen das alte Wissen zunehmend in Frage stellen und für Geburten in neuen Kliniken werben, gerät Clara in einen Zwiespalt. In überwältigenden Tableaus erzählt Olmos Torrico von Tradition, Identität und dem Mut, der eigenen Stimme zu folgen.

→ Im Anschluss Filmgespräch mit Paul Mathis von Comundo, Moderation Christine Stemmermann

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Dienstag, 27. Oktober 2026, 21:10 Uhr
Enjoy Your Stay Dominik Locher, Schweiz 2026, OV,F/d,f, 99’

Verbier. Luz (35), aus den Philippinen, reinigt als Sans-Papiers luxuriöse Ferienchalets. Um das Sorgerecht für ihre in Manila zurückgelassene Tochter nicht zu verlieren, muss sie dringend eine grosse Summe Geld beschaffen. Dabei entfremdet sie sich zunehmend von ihrer Gemeinschaft und schlittert immer mehr in die Illegalität.

Enjoy Your Stay ist der dritte Spielfilm des Schweizer Regisseurs Dominik Locher (Tempo Girl, Goliath). Das gemeinsam mit der Autorin Honeylyn Joy Alipio entwickelte Sozialdrama feierte seine Weltpremiere in der Sektion Panaroma der Berlinale 2026. Angesiedelt in einem mondänen Skiort im Wallis – Lochers zweiter Heimat –, richtet der Film den Blick auf die Realität unsichtbarer Arbeiterinnen, ihre sozialen Abhängigkeiten und die moralischen Kosten der Wohlstandsgesellschaft.

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Mittwoch, 28. Oktober 2026, 12:00 Uhr
Kontinental 25 Radu Jude, Rumänien, 2025, OV/d, 109’

In Cluj, der Hauptstadt Transsylvaniens, arbeitet die zur ungarischen Minderheit gehörende Orsolya als Gerichtsvollzieherin. Als sie in einem Haus, das einem Luxushotel weichen soll, eine Zwangsräumung durchführen muss, findet vor ihren Augen eine Tragödie statt. Von Schuldgefühlen gequält, sagt sie kurzerhand den lang geplanten Urlaub mit ihrer Familie ab und sucht das Gespräch mit verschiedenen Leuten. Doch weder ihr Ehemann, ihre beste Freundin, das überraschende Treffen mit einem ihrer ehemaligen Studenten, noch die Beichte bei einem orthodoxen Priester können Orsolyas moralisches Dilemma auflösen…

Die neue Tragikomödie von Radu Jude ist eine auf dem iPhone gedrehte Hommage an Roberto Rossellinis Europa ‘51 über die Widersprüche und Heucheleien des modernen Europas.

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Mittwoch, 28. Oktober 2026, 14:10 Uhr
Hola Frida – Die Kindheit von Frida Kalo Karine Vézina, André Kadi, Kanada, Frankreich 2025, ANIME, ab 6 Jahren, D, 82’

Das ist die Geschichte eines ganz besonderen Mädchens. Ihr Zuhause ist Coyoacán in Mexiko – ein lebendiger Ort voller Farben, Musik und Magie. Frida ist neugierig, mutig und voller Energie. Sie beobachtet, entdeckt, träumt – und wenn das Leben ihr Schwierigkeiten in den Weg stellt, begegnet sie ihnen mit Fantasie und Kreativität.

Dieses kleine Mädchen heisst Frida Kahlo – und ihr aussergewöhnlicher Blick auf die Welt macht sie zu einer der grössten Künstlerinnen aller Zeiten.

→ Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gratis.

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Mittwoch, 28. Oktober 2026, 15:50 Uhr
Persepolis Marjane Satrapi, Frankreich 2007, ANIME, ab 12 Jahren, F/d, 95’

Im Teheran der späten Siebzigerjahre verändert die islamische Revolution die ganze Gesellschaft. Auch das aufgeweckte Mädchen Marjane muss jetzt einen Schleier tragen, was ihren verspielten und aufständischen Gedanken jedoch keinen Abbruch tut. Sie schwärmt für Bruce Lee, ABBA und Iron Maiden und kauft die Musikkassetten heimlich auf dem Schwarzmarkt. Als die Repressionen zunehmen, schicken die Eltern ihre Tochter nach Europa, wo sie im fernen Wien ungebremst ins Teenagerleben schlittert, zum Punk wird und in amouröse Verstrickungen gerät…

Die Weltfilmtage zeigen die Verfilmung der international erfolgreichen Graphic Novel als Hommage an die Regisseurin Marjane Satrapi, die am 4. Juni 2026 ein Jahr nach ihrem Ehemann vor tiefer Trauer und Kummer starb.

→ Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gratis.

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Mittwoch, 28. Oktober 2026, 17:40 Uhr
Memory of Princess Mumbi Damien Hauser
Schweiz, Kenia, Saudi Arabien 2025, DOCU-FICTION, OV/d,f, 80’

Im Jahr 2093 reist der Filmemacher Kuve nach Umata, um die Folgen eines Krieges zu dokumentieren, der alte Königreiche wieder auferstehen liess. Dort trifft er Mumbi, die ihn auffordert, seinen Film ohne den Einsatz von KI zu drehen.

Auf der Suche nach seiner eigenen Stimme beginnt Kuve zu erkennen, dass selbst in einer kaputten Welt Schönheit in den kleinen menschlichen Momenten zu finden ist, die wir oft übersehen. Ein Science-Fiction Märchen, das mit Hilfe von KI-Bildern verzaubert.

→ Im Anschluss Filmgespräch über die Zukunft des Kinos mit Regisseur Damien Hauser, Moderation Flurina Badel.

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Mittwoch, 28. Oktober 2026, 20:30 Uhr
Congo Boy Rafiki Fariala, Zentralafrikanische Republik 2026, ab 12 Jahren, OV/d,f, 91’

Schweizer Vorpremiere

Bangui. Robert ist 17 Jahre alt und träumt von einer Karriere als Musiker. Doch er ist kein Zentralafrikaner wie die anderen. Er ist ein kongolesischer Flüchtling. Als seine Eltern verhaftet werden, muss er sich allein um seine vier jüngeren Geschwister kümmern. Er jongliert zwischen Gelegenheitsjobs und der Vorbereitung auf das Abitur, während er gleichzeitig den Milizen ausweicht, die in der Stadt Terror verbreiten. Eines Tages erfährt er, dass ein Musikwettbewerb veranstaltet wird. Der Sieg wird zu seiner einzigen Hoffnung.

Mit entwaffnender Ehrlichkeit und einer Dramaturgie, die nur das Leben schreiben kann, gelingt Rafiki Fariala in seinem in Cannes preisgekrönten Spielfilmdebüt eine kleine Sensation.

→ Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gratis.

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Donnerstag, 29. Oktober 2026, 09:00 Uhr
Gelbe Briefe Ilker Cata, Türkei, Deutschland, F rankreich 2026, OV /d,f, 128’

Derya und Aziz sind ein gefeiertes Künstlerpaar: Aziz der gesellschaftlich engagierte Dramaturg und Dozent für Theaterwissenschaft, Derya der Star seiner Bühnenstücke. Zusammen mit ihrer vierzehnjährigen Tochter Ezgi führen sie ein erfülltes Leben in Ankara – bis sie durch ihre offene Regierungskritik ins Visier des Staatsapparats geraten. Über Nacht verlieren beide ihre Arbeit; die Polizei durchsucht ihre Wohnung, befragt die Nachbarn.

Die Familie flieht nach Istanbul, wo sie vorläufig bei der Mutter von Aziz unterkommt. Doch Ezgi hat Mühe, in der neuen Schule Anschluss zu finden, und während Aziz dem Druck mit verstärktem Widerstand begegnet, sucht Derya nach einem Ausweg, der ihr wieder mehr Freiheit ermöglicht. Nach und nach vergrössert sich die Distanz zwischen ihnen, bis schliesslich die gemeinsame Zukunft als Familie auf dem Spiel steht.

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Donnerstag, 29. Oktober 2026, 11:30 Uhr
La Beauté de l’Âne – Bukaria e Gomarit Dea Gjinovci, Schweiz 2025, DOCU-FICTION, OV/d,f, 75’

Im Jahr 1968 wurde Asllan, ein junger albanischer politischer Aktivist, ins Exil gezwungen und blieb daraufhin über mehr als fünfzig Jahre von seinem Heimatland Kosovo fern. Trotz dieser langen Trennung vermittelte er seinen Kindern die Erzählungen seiner eigenen Kindheit im Dorf Makermal. Seine Tochter, die Filmmacherin Dea Gjinovci, beschliesst schliesslich, ihren Vater mit der Kamera an die Orte seiner Vergangenheit zurückzubringen.

Gemeinsam mit den Dorfbewohnern versuchen sie nun, die kollektive Erinnerung an ein verschwundenes Kosovo neu zu erschaffen und dabei sowohl intime als auch historische Wahrheiten offenzulegen.

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Donnerstag, 29. Oktober 2026, 13:15 Uhr
Lost Land Akio Fujimoto, Myamar, Birma 2025, OV/d,f, 99’

Somira und Shafi spielen Verstecken, lachen, rennen – für einen Moment sind sie einfach Kinder. Doch hinter ihnen werden Taschen gepackt. «Was soll mit, was muss bleiben?», fragt der Grossvater seinen Enkel in Malaysia am Handy. Wenig später treten die Geschwister mit ihrer Tante und drei Plastiksäcken hinaus in die stockdunkle Nacht. Am Zaun des Kutupalong-Camps zwängen sie sich mit anderen durch ein Loch im Draht – der erste Schritt in eine ungewisse Zukunft.

In der Hoffnung, ihre verstreute Familie wiederzufinden, begeben sich die neunjährige Somira und ihr vierjähriger Bruder Shafi auf eine abenteuerliche Reise nach Malaysia.

Der erste in der Sprache der Rohingya und ausschliesslich von Rohingya gespielte Spielfilm betrachtet das Drama ihrer Vertreibung aus den Augen der Kinder.

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Donnerstag, 29. Oktober 2026, 15:15 Uhr
The Last Ambassador Natalie Halla, Österreich 2025, DOC, OV/d, 79’

Die afghanische Botschafterin in Wien, Manizha Bakhtari, befindet sich seit der Machtübernahme durch die Taliban in einer bizarren Situation: Sie vertritt ein Land, dessen alte Regierung geflohen ist und dessen neue Taliban-Regierung international nicht anerkannt wird. Trotz finanzieller und logistischer Isolation trotzt Manizha Bakhtari den Taliban und setzt ihren Kampf für die Rechte afghanischer Frauen und Mädchen als Botschafterin fort. Durch ihr „Daughters”-Programm ermöglicht sie afghanischen Schulmädchen heimlich den Schulbesuch und organisiert gleichzeitig als Botschafterin den politischen Widerstand gegen die Taliban.

Unter immer schwierigeren Bedingungen wird sie zu einer der wichtigsten internationalen Sprecherinnen für die Frauen Afghanistans, getreu ihrem Motto „Frieden ist nicht die Abwesenheit von Krieg, sondern die Gegenwart von Gerechtigkeit”.

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Donnerstag, 29. Oktober 2026, 18:00 Uhr
DJ Ahmet Georgi M. Unkovski, Nordmazedonien 2025, ab 12 Jahren, OV/d,f, 99’

Der 15-jährige Ahmet lebt mit seinem Vater und dem kleinen Bruder in einem abgelegenen Dorf. Als er eines Nachts auf eine illegale Techno-Party im Wald stösst, vibriert sein Leben plötzlich. Er ist fasziniert von der Musik und der rebellischen Aya, die aber jemand anderem versprochen ist. Eine gewagte Aktion soll Aya vor dieser Zwangsheirat bewahren…

Eine charmante Geschichte über Tradition, erste Liebe und die befreiende Kraft der Musik.

→ Im Anschluss Filmgespräch mit Regisseur Georgi M. Unkovski, Moderation Sabine Girsberger.

→ Vor dem Film findet ab 17.00 Uhr der claro-Apéro im KinoBistro statt.

→ Diese Vorstellung wird vom claro Laden Thusis gesponsort.

→ Für Jugendliche unter 18 Jahren gratis.

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Donnerstag, 29. Oktober 2026, 21:30 Uhr
Ester Poly – Sin via en Tunesia Manuela Steiner, Schweiz 2026, DOC, OV/d, 25’

Die feministische Band Ester Poly ist laut, provokativ und sozialkritisch. Mit punkiger Energie begeistern die rätoromanische Bündner Bassistin Martina Berther und die Genfer Schlagzeugerin Béatrice Graf seit zehn Jahren ein internationales Publikum.

Doch auf Tournee in Tunesien hinterfragt Martina Berther den kämpferischen Drive ihrer Musik. Lässt sich auch mit stilleren Klängen ein feministisches Statement machen?

→ Im Anschluss an den Film Live-Konzert von Ester Poly in Anwesenheit der Regisseurin Manuela Steiner.

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Freitag, 30. Oktober 2026, 09:00 Uhr
Radical Christopher Zalla, Mexiko 2025, OV/d, 125’

Der Grundschullehrer Sergio nimmt eine Stelle in einem abgelegenen mexikanischen Dorf an. Seine Schülerinnen und Schüler gehören zu den leistungsschwächsten im Land, ihr Leben ist geprägt von Gewalt, Armut und Korruption. Auch im Klassenzimmer herrscht eine Atmosphäre der Härte und Disziplin. Obwohl Sergio über wenige didaktische Fähigkeiten verfügt, wählt er eine radikale neue Methode, um den Kinder aus der Sackgasse der Perspektivlosigkeit zu helfen und ihre Neugierde, ihr Potenzial und vielleicht sogar ihr Genie zu entfesseln.

Der auf wahren Ereignissen beruhende Film zeigt, welchen prägenden Einfluss eine engagierte Lehrkraft haben kann. Ein inspirierendes Werk über Bildungshoffnung inmitten schwieriger Lebensumstände.

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Freitag, 30. Oktober 2026, 11:15 Uhr
Palestine 36 Annemarie Jacir, Palästina 2025, DOCU-FICTION, OV/d,f, 119’

Palästina, 1936. Während sich die Dörfer im Mandatsgebiet gegen die britische Kolonialherrschaft auflehnen, pendelt Yusuf zwischen seinem ländlichen Zuhause und der sich rasch wandelnden Stadt Jerusalem hin und her. Er sehnt sich nach einer Zukunft jenseits der wachsenden Unruhen. Die junge Afra versucht, ihre Unschuld in einer von Widerstandskraft geprägten Familie zu bewahren, und Hafenarbeiter Khalid wird unweigerlich in die Revolte hineingezogen.

Der neue Film von Annemarie Jacir erzählt von den individuellen Schicksalen dreier Menschen an einem Wendepunkt der Geschichte des palästinensischen Volkes. Sie greift das Thema der britischen Kolonialgeschichte in Palästina auf und zeigt mit einer Mischung aus Archivmaterial und Spielszenen, eindringlicher Filmmusik und präziser Kameraführung, wie sich Geschichte und Politik leise ins private Leben einschreiben.

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Freitag, 30. Oktober 2026, 13:30 Uhr
Cosmos Germal Roaux, Mexiko, Schweiz 2025, OV/d, 150’

In einem vergessenen Dorf in Yucatán kreuzt die 68-jährige Lena, eine einsame Witwe, den Weg des 62-jährigen Mayas Leon, der die Geheimnisse der Natur und der Geister hütet. Lena findet in Leon einen unerwarteten Gefährten. Trotz ihrer Unterschiede und scheinbar gegensätzlicher Welten bildet sich zwischen ihnen eine tiefe Verbindung.

Es ist ein philosophisches Märchen über das Alter, seine stillen Verwandlungen und das Band der Liebe, das essenziell für ein menschliches Leben ist, geschrieben und inszeniert vom Schweizer Regisseur Germal Roaux, der seine Filme ausschliesslich in Schwarz-Weiss dreht.

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Freitag, 30. Oktober 2026, 16:30 Uhr
The Sun Rises on Us All Cai Shangiun, China 2025, OV/d,f, 131’

Die Leben des ehemaligen Paars Baoshu und Meiyun sind schmerzlich durch ein gemeinsames Geheimnis verflochten: Vor Jahren ging er für eine Straftat ins Gefängnis, die sie begangen hatte. Unfähig ihm für das Opfer zu danken, das er gebracht hatte, verlässt sie ihn, um ein neues Leben zu beginnen. Nach seiner Haftentlassung taucht er in eine Welt zurück, in der Vergebung schwer zu finden ist und Liebe in Groll verwandelt wurde. Während sie ihre Alltagsroutinen in derselben Stadt bewältigen – entfremdet, aber doch nie weit voneinander entfernt – taucht ihre Vergangenheit in einer letzten, herzzerreißenden Abrechnung wieder auf.

Ein Film über Opfer, Schuld und die Unmöglichkeit von Erlösung. Obwohl er sich in bescheidenem Rahmen entfaltet, ist seine emotionale Wirkung tiefgreifend.

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Freitag, 30. Oktober 2026, 18:50 Uhr
Focus Lesung «Lull mich ein!» Eintritt frei

Der Förderverein WFTT präsentiert

Liliia Zhernov spricht mit Thomas Krempke und Katarina Altas von Weiter Schreiben Schweiz über ihren neuen Roman Lull mich ein!, der die Geschichte einer verzehrenden Liebe erzählt, die nicht gelebt werden kann. Der Protagonistin misslingt es zunehmend, Erinnerung, Fantasie und Erlebtes auseinanderzuhalten. Linderung und Halt findet die Frau in einfachen Dingen, die sie an die reale Welt binden. Der Roman entstand im Rahmen des Programmes Weiter Schreiben Schweiz, welches Exil-Autor:innen das Weiterschreiben in der Schweiz ermöglicht, sie mit der hiesigen Literaturszene vernetzt und so den öffentlichen Diskurs für diese Stimmen öffnet.

→ Im Anschluss an die Lesung offeriert der Förderverein einen Apéro im KinoBistro.

→ Zusatzlesung mit kurzem Gespräch am Sa, 31.10.26, 12:00 im KinoBistro

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Freitag, 30. Oktober 2026, 20:45 Uhr
A Girl Unknown Jing Zou, China 2026, OV/d,f, 125’

Schweizer Vorpremiere

Nach ihrer frühen Aussetzung wächst ein chinesisches Mädchen vom sechsten bis zum achtzehnten Lebensjahr bei drei unterschiedlichen Familien auf. Jede neue Station gibt ihr einen anderen Namen und eigene Regeln, die einander teils widersprechen. Zwischen Dorf und Stadt, strenger Fürsorge und brüchiger Zuneigung ringt sie darum zu verstehen, wer sie sein darf. Über zwölf Jahre spiegeln sich in ihrem Weg sowohl persönliche Sehnsüchte als auch gesellschaftliche Erwartungen.

Auf der Suche nach Zugehörigkeit und der Möglichkeit der Liebe muss sie sich zwischen der Last ihrer Vergangenheit und der Unsicherheit ihrer Zukunft zurechtfinden, bis sie ihren eigenen Weg findet.

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Freitag, 30. Oktober 2026, 23:00 Uhr
Yes Nadav Lapi, Israel, Frankreich 2025, OV/d, 152’

Tel Aviv nach dem Massaker des 7. Oktobers: Der Musiker Y. und seine Partnerin, die Tänzerin Jasmine, unterhalten als sexy Partyclowns mit grellen Performances eine dekadente israelische Oberschicht. Die beiden träumen davon, ihr prekäres Leben hinter sich zu lassen und allein durch ihre Talente zu Wohlstand zu kommen.

Als Y. von einem russischen Oligarchen den Auftrag erhält, eine blutige Hymne auf den Krieg Israels gegen die Palästinenser:innen zu schreiben, verändert sich das Leben des Paares radikal: Während über die Bildschirme Nachrichten vom Grauen in Gaza flimmern und sich die Strassen Tel Avivs mit nationalistischer Propaganda füllen, werden Y. und Jasmine mit den Grundlagen ihres moralischen Koordinatensystems konfrontiert.

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Samstag, 31. Oktober 2026, 09:00 Uhr
Ky Nam Inn Leon Le, Vietnam 2025, OV/d,f, 140’

Saigon 1985. Zehn Jahre nach dem Krieg versucht ein geteiltes Land, wieder zusammenzufinden.

Khang, ein junger Übersetzer im neuen vietnamesischen Regime, soll „Der kleine Prinz” übersetzen. Seine Zukunft scheint sicher, im Einklang mit einer voranschreitenden Nation. Unter ihm lebt Ky Nam, eine zurückhaltende Witwe aus dem besiegten Süden. Als Catererin bewegt sie sich durch eine Gesellschaft, die wenig Raum für ihre Vergangenheit lässt. Als sie nach einem Unfall vorübergehend arbeitsunfähig ist, springt Khang ein, um ihr zu helfen. Was als praktische Vereinbarung beginnt, wird zu einer unbehaglichen Koexistenz – geprägt von gegensätzlichen Geschichten und unausgesprochenen Spannungen.

In diesen intimen Begegnungen tauchen größere Fragen auf: Wie kann ein Land vorankommen, wenn seine Bevölkerung durch Erinnerungen gespalten bleibt?

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Samstag, 31. Oktober 2026, 11:35 Uhr
The Voice of Hind Rajab Kaouther Ben Hania, Tunesien, Frankreich 2025, OV/d,f, 89’

Am 29. Januar 2024 erreicht die freiwilligen Mitarbeitenden des Roten Halbmonds ein Notruf aus Gaza: Die sechsjährige Hind Rajab ist in einem Auto eingeschlossen, sie steht unter Beschuss und fleht um Hilfe. Während die Mitarbeitenden versuchen, das Mädchen in der Leitung zu halten, unternehmen sie alles, um sie zu retten.

Mit einer Kombination aus gespielten Szenen und den originalen Tonaufnahmen des Notrufs rekonstruiert Regisseurin Kaouther Ben Hania den verzweifelten Rettungsversuch. Ein Film, der nicht nur dokumentiert, sondern einen mit seinem schonungslosen Blick nicht mehr loslässt.

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Samstag, 31. Oktober 2026, 13:20 Uhr
Honeymoon Zhanna Ozirna, Ukraine 2025, OV/d,f, 84’

23. Februar 2022, eine Kleinstadt in der Nähe von Kiew. Taras und Olia verbringen die erste Nacht in ihrer neuen Wohnung. Im Morgengrauen werden sie von Explosionen geweckt. Es gelingt ihnen nicht, die Stadt rechtzeitig zu verlassen, während die russischen Truppen in ihrem Gebäude ein Hauptquartier einrichten. Das Paar sitzt in seiner Wohnung fest – ohne Strom, Wasser und Mobilfunkverbindung. Gefangen zwischen vier Wänden, werden sie zu stillen Zeug:innen der Gewalt vor ihrer Tür.

Ein klaustrophobisches Kammerspiel über Überleben und Intimität, in welchem sich ein frisch vermähltes Paar entscheidenden existenziellen Fragen stellen muss.

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Samstag, 31. Oktober 2026, 15:00 Uhr
Kalari Kid – She hits back Maria Kaur Bedi, Schweiz 2025, DOC, ab 12 Jahren, OV/d,f, 93’

Arushi (9) und Milena (21) wachsen in einem Umfeld auf, in dem geschlechtsspezifische Gewalt zum Alltag gehört. Über Kalari – eine der ältesten bekannten Kampfkünste – lernen sie, ihren Körper als Quelle von Stärke und Selbstbestimmung zu begreifen. Der Film begleitet ihr Training, ihre Zweifel und die kleinen Schritte, mit denen sie sich Raum und Stimme zurückerobern. Religion oder Herkunft zählen nicht: Entscheidend sind Disziplin, Atem und Haltung. Aus Übungen werden Routine, aus Routine entsteht Mut – und der Entschluss, die Zukunft als die Frauen zu gestalten, die sie sein möchten.

→ Im Anschluss Filmgespräch mit Regisseurin Maria Kaur Bedi, Moderation Daniel von Aarburg.

→ Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gratis.

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Samstag, 31. Oktober 2026, 17:50 Uhr
Nessun vi farà del male Dino Hodic, Schweiz 2025, DOC, OV/d,f, 76’

Dreissig Jahre nach dem Massaker von Srebrenica begibt sich der Regisseur, der als Kind in die Schweiz geflohen ist, auf eine intime Reise zu den Wurzeln seiner Identität. Unterwegs trifft er auf Hasan, einen der wenigen, der das Massaker in den Wäldern von Srebrenica überlebt hat, dem über 8’000 Bosniak:innen zum Opfer fielen.

→ explizite Darstellung oder Erwähnung körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt.

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Samstag, 31. Oktober 2026, 19:20 Uhr
Sheep in the Box Hirokazu Kore-eda, Japan 2026, OV/d,f, 126’

In einer nicht allzu fernen Zukunft bietet die Firma REbirth trauernden Familien an, verstorbene Angehörige durch täuschend menschlich wirkende Androiden zu ersetzen. Otone und Kensuke entscheiden sich nach dem Tod ihres Sohnes Kakeru für dieses Angebot und erhalten einen Androiden, der dessen Platz in der Familie einnimmt. Während beide Elternteile sehr unterschiedlich auf den «neuen» Kakeru reagieren, beginnt auch der Android, eigene Erfahrungen zu sammeln und baut komplexe Beziehungen zu seiner Umwelt auf.

Ein eindrücklicher Film, der eine klassische Familiengeschichte mit futuristischen Motiven verbindet und zum Nachdenken über Trauer, Identität, sowie den technologischen Umgang mit dem Tod anregt.

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Samstag, 31. Oktober 2026, 21:40 Uhr
My Father’s Shadow Akinola Davies jr, Nigeria, Grossbritannien 2025, ab 13 Jahren, OV/d, 94’

Lagos 1993: An einem Tag, der von persönlicher wie nationaler Unsicherheit geprägt ist, werden zwei junge Brüder unerwartet mit ihrem entfremdeten Vater wiedervereint.

Mit einfühlsamen Beobachtungen und den Klängen der Strassen von Nigerias grösster Stadt zeigt der Film, wie Beziehungen durch An- und Abwesenheit, individuelle Schicksale und kollektive Hoffnungen geformt werden und erzählt zärtlich die Komplexität der Verbindung zwischen Kindern und einem abwesenden Elternteil.

Ein Debüt, das als erster nigerianischer Film im Wettbewerb von Cannes lief, wo er 2025 die besondere Erwähnung Caméra d’or erhielt.

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Samstag, 31. Oktober 2026, 23:15 Uhr
Siràt Oliver Laxe, Spanien 2025, OV/d,f, 114’

Luis reist mit seinem zwölfjährigen Sohn tief in die Berge Südmarokkos zu einem Rave. Er sucht seine ältere Tochter, die vor Monaten an einer dieser Partys verschwunden ist. Im Gewirr der für sie fremden Welt verteilen die beiden das Foto der Gesuchten, während ihre Hoffnung zunehmend schwindet. Als der Rave vom örtlichen Militär wegen politischer Unruhen aufgelöst wird, schliessen sie sich einer kleinen Gruppe an, die sich durch die Wüste zur nächsten Party nahe Mauretanien durchschlagen will. Doch die karge Wildnis ist unberechenbar…

Mit hypnotischen Beats und bildgewaltigen Landschaftsaufnahmen geht der Film schonungslos unter die Haut: eine spirituelle Reise durch Schmerz, Stille und Ekstase, roh, intensiv und zutiefst menschlich.

→ explizite Darstellung oder Erwähnung körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt.

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Sonntag, 1. November 2026, 09:00 Uhr
El Sett Marwan Hamed, Ägypten, Saudi Arabien 2025, DOCU-FICTION, OV/d,f, 160’

Vom Dorfkind zur arabischen Ikone: Die Lebensgeschichte der ägyptischen Sängerin Umm Kulthum ist aussergewöhnlich. Bereits in ihrer Kindheit im ländlichen Ägypten liess sie sich von Konventionen nicht aufhalten und sang mit nur fünf Jahren als Junge verkleidet in Dörfern entlang des Nils.

Der ägyptische Regisseur Marwan Hamed folgt in einem biografischen Spielfilm Umm Kulthums Kampf um Anerkennung in Kairo, ihren persönlichen Herzensbrüchen und Opfern sowie ihrer Verwandlung zur Ikone der arabischen Welt — gipfelnd in ihrem historischen Olympia-Konzert 1967, ihrem einzigen Auftritt im Westen vor mehr als 2’000 Zuschauer:innen.

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Sonntag, 1. November 2026, 12:00 Uhr
Hangar Rojo Juan Pablo Sallato, Chile, Argentinien, Italien 2026, OV/d, 81’

Santiago de Chile, 11. September 1973. Während der Militärputsch das Land erschüttert, erhält Luftwaffenkapitän Jorge Silva einen folgenreichen Befehl: Er muss seine Militärakademie in ein Gefangenen- und Folterzentrum umwandeln. Silva glaubt zunächst, der Terror werde nur von kurzer Dauer sein. Er folgt den Befehlen und versucht, sich im Hintergrund zu halten. Doch mit dem Eintreffen eines ranghohen Offiziers, ein Bekannter aus seiner Vergangenheit, eskaliert die Situation. Silva erkennt: Die neuen Befehle verlangen nicht nur Gehorsam, sondern aktive Beteiligung. Er steht vor der Wahl, Teil der Repression zu werden oder den Menschen zu helfen, die um ihr Überleben kämpfen.

Ein in Schwarzweiss gedrehter Politthriller über wahre Ereignisse der Diktatur der 1970er Jahre.

→ explizite Darstellung oder Erwähnung körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt.

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Sonntag, 1. November 2026, 13:35 Uhr
Elephants and Squirrels Gregor Brändli, Schweiz 2026, DOC, OV/d,f, 114’

Auf Bitte einer indigenen Adivasi-Gemeinschaft setzt sich die sri-lankische Künstlerin Deneth Piumakshi Veda Arachchige für die Rückgabe kolonialer Kulturgüter und menschlicher Überreste aus Basler Museen ein. Bereits in den 1970er-Jahren forderte ein Museumsdirektor aus Sri Lanka deren Rückgabe, doch die Schweiz lehnte ab. Zwischen Archiven, Behörden und verschlossenen Museumstüren entfaltet sich ein Diskurs über Besitz, Erinnerung und historische Verantwortung – während die Wanniyala-Aththo-Community auf die Rückgabe der menschlichen Überreste ihrer Vorfahren wartet.

→ Im Anschluss Filmgespräch mit Regisseur Gregor Brändli und Protagonistin Deneth Piumakshi Veda Arachchige, Moderation Sabine Girsberger.

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Sonntag, 1. November 2026, 16:45 Uhr
Writing Hawa – Hawas Leben Najiaba Noori, Rasul Noori, Frankreich, Niederlande, Afghanistan, Katar 2024, DOC, OV/d, 84’

Als Kind zur Heirat gezwungen, lernt die Afghanin Hawa mit 52 Jahren lesen und schreiben. Mit Hilfe ihrer Tochter Najiba eröffnet sie ein Textilgeschäft und entwickelt moderne Kleider aus traditionellen Hazara-Stickereien. Schließlich rettet sie ihre Enkelin Zahra vor ihrem gewalttätigen Vater und bringt sie nach Kabul.

Doch mit der Rückkehr der Taliban im August 2021 zerbrechen ihre Träume. Zahra muss zurück zu ihrem Vater, Najiba flieht nach Frankreich. Aus der Ferne unterstützt die Tochter ihre Mutter weiterhin im Kampf um ihre Träume.

Über fünf Jahre hinweg porträtiert die Regisseurin Najiba Noori ihre Mutter und ihre Nichte in ihrem Bestreben, sich von patriarchalischen Traditionen zu befreien.

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Sonntag, 1. November 2026, 18:25 Uhr
Divine Comedy Ali Asgari, Iran 2025, OV/d,f, 98’

Bahram ist ein weltweit gefeierter Filmemacher, doch im Iran darf sein neuer Film nicht gezeigt werden. Gemeinsam mit seiner Produzentin und Partnerin Sadaf will er ihn heimlich unter die Menschen bringen. Auf einer rosaroten Vespa durchqueren sie Teheran und begeben sich auf eine ebenso verspielte wie politische Reise durch eine danteske Unterwelt.

Nach seinem pointierten Episodenfilm Terrestrial Verses erzählt Ali Asgari mit subtilem Humor von staatlicher Gängelung, kreativer List – und vom Kino als Akt des Widerstands.

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Sonntag, 1. November 2026, 20:15 Uhr
Tatti, paese dei sognatori Ruedi Gerber, Schweiz 2026, DOC, OV/d, 92’

Weltweit sterben ländliche Gemeinden aus. Auch das kleine Städtchen Tatti in der Toskana geriet an den Rand des Aussterbens – bis der Schweizer Filmemacher Ruedi Gerber kommt. Seine Freundschaft mit den letzten Bauern des Ortes, den Zwillingsbrüdern Marco und Massimo, löst eine stille Wiederbelebung aus. Zusammen mit anderen Neuankömmlingen beginnen sie, das verlassene Land zu restaurieren und ein neues Lebensgefühl zu schaffen.

Dieser Film ist sowohl ein intimes Porträt als auch eine universelle Geschichte der Resilienz. Er zeigt, wie Gemeinschaften wiedergeboren werden können, wenn sich alte und neue Kräfte vereinen – indem sie das bewahren, was am wichtigsten ist, und sich gleichzeitig trauen, sich weiterzuentwickeln.