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Kollo Daniel Sanou

Daniel Sanou Kollo wurde 1949 in Burkina Faso geboren. Er studierte am nationalen Institut der Künste in Abidjan und freien Konservatorium des französischen Kinos in Paris. 1982 realisierte er mit «Paweogo» seinen ersten langen Spielfilm (zu sehen Fr 14.00). Dann folgte eine Reihe weiterer Filme, darunter zahlreiche Kurzfilme.

«Le poids du serment» (zu sehen Sa 15.00 mit anschliessendem Filmgespräch) ist bislang sein neuestes Werk. Dafür erhielt er am FESPACO 2011 den Preis für die beste Filmmontage. Im April 2011 erhielt er am Festival du cinéma d’Afrique in Angers den Preis der Jugendjury und Ende Mai 2011 am Internationalen Filmfestival von Innsbruck den grossen Preis für den besten Film.

Uli Gaulke

Uli Gaulke arbeitet seit zehn Jahren als Filmemacher für Kino und Fernsehen. In seinen Filmen geht es um den Blick nach aussen, grenzüberschreitend und kulturübergreifend. Er sucht nach dem, was die Menschen in unterschiedlichen Kulturen und politischen Systemen in ihrem Streben nach Glück vereint. Dabei führten ihn seine Reisen in der Vergangenheit nach Kuba, Afrika, Amerika, Indien, Nordkorea und Russland.
Von seinen vier Kinofilmen, welche Uli Gaulke bisher realisiert hat, zeigen wir den neuesten, «Pink Taxi», sowie seinen Erstling, «Havanna mi amor». Uli Gaulke wird am Sonntag Vormittag in einem Filmgespräch zu sehen und zu hören sein.

Jan van den Berg

Seine Filme erzählen oftmals Geschichten von Menschen unterschiedlicher Kulturen, wobei die Umwelt eine zentrale Rolle einnimmt, so wie «Silent Snow», der mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. Jan van der Berg war 16 Jahre alt, als das Buch «Silent Spring» von Rachel Carson publiziert wurde: ein Warnsignal für die Verwendung von langlebigen organischen Schadstoffen. Doch während all dieser Jahre scheint sich nicht viel verändert zu haben. Zusammen mit Pipaluk de Groot wollte er herausfinden, wieso gefährliche Pestizide immer noch eingesetzt werden, und er wollte die Perspektiven der betroffenen Menschen aufzeigen.

Pipaluk de Groot

Geboren ist Pipaluk de Groot in Grönland. Fremde Sprachen und Kulturen faszinieren sie, und sie lebte schon in zahlreichen Ländern, gegenwärtig in der Nähe von Amsterdam. Doch sie besucht ihre Heimat so oft wie möglich. Die Natur, das Meer und die Berge haben für Pipaluk eine sehr grosse Bedeutung. Deswegen war die Entwicklung des Films «Silent Snow» (So 6.11. 14.15 mit anschliessendem Filmgespräch) auch so eine wichtige Reise. Sie hofft, dass die Geschichte die Menschen wachrüttelt und ihnen die Augen öffnet.

Anita Blumer

Anita Blumer wuchs in Engi GL auf. Nach einer Regie-Ausbildung in Mexiko Stadt arbeitete sie im Schauspielhaus Zürich und am Theater am Neumarkt. 2006 begann sie die Recherchen für ihr Dokumentarfilmdebüt «Jack V. Koby». Sie interviewte ihre Grosseltern in Engi und folgte den Spuren ihres Uronkels in die USA und nach Alaska.
Die 21. Wetfilmtage Thusis zeigen Anita Blumers Dokumentation «Buenos dias, sseguimos en guerra» über verschwundene Kinder in Guatemala.

Kitima Pitchou

Kitima Pitchou war einer der von der Ausschaffung bedrohten Migranten in der Haftanstalt Frambois in Genf. Er kommt aus der Demokratischen Republik Kongo und lebt seit 13 Jahren in der Schweiz. Er sollte vergangenes Jahr ausgeschafft werden. Im letzten Moment jedoch kam alles anders. Kitima Pitchou ist im Anschluss an die Aufführung von «Vol spécial» (Di 1.11. 17.30) in einem kurzen Filmgespräch zu Gast.

Martin Fässler

Martin Fässler studierte Sozialwissenschaften an der Uni Zürich. Er arbeitete mehrere Jahre als Käser und Hirt auf Bündner Alpen.
Seit 1991 arbeitet Martin Fässler bei der DEZA und ist aktuell Direktionsmitglied und Leiter des Direktionsstabs.

Roland Anhorn

Roland Anhorn ist in Chur geboren und aufgewachsen. Nach 40-jähriger Tätigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe engagiert sich Roland Anhorn auch nach seiner Pensionierung weiterhin zugunsten der Unterdrückten, Benachteiligten und Vergessenen dieser Welt.

Hansruedi Pfeiffer

Hansruedi Pfeiffer ist Berater der DEZA für Fragen der Einkommens- und Beschäftigungsförderung in der Region Süd-Asien (Indien, Bangladesch, Nepal, Pakistan und Afghanistan). Seine Arbeitsgebiete umfassen die berufliche Bildung, die Finanzsektorentwicklung und die Unternehmensförderung.

Reto Wieser

Reto Wieser studierte Biologie. Er ist seit 1989 in verschiedenen Funktionen im In- und Ausland bei der DEZA tätig. Aktuell ist er Leiter der Abteilung
Wissens- & Lernprozesse, wo u.a. Kulturschaffenden aus dem Süden und Osten Zugang zum hiesigen Kulturbetrieb ermöglicht wird.

Theo Stich

Theo Stich wurde in Stans geboren. Er studierte Geschichte, deutsche Literatur und Philosophie an der Universität  Basel. Seit 1996 ist er freischaffender Autor und Regisseur von Dokumentarfilmen wie «Lebenslänglich», «Four in time», «Vollenweider – Die Geschichte eines Mörders».

Mike Bucher

Mike Bucher ist freischaffender Moderator und Kulturveranstalter. Der studierte Politologe lernte die DEZA 2005 als Praktikant kennen und gewann im Juli einen Ideenwettbewerb mit dem Vorschlag, die bilaterale Entwicklungshilfe radikal umzustellen.

Chasper Pult

Chasper Pult lebt heute in Paspels. Der Romanist ist ein ausgezeichneter Kenner der Kultur Graubündens. Er unterrichtet zurzeit an der Bündner Kantonsschule und an der Universität Bozen. Kulturpolitisch war er tätig in der Schweizerischen Kulturstiftung Pro Helvetia, als Präsident der romanischen Dachorganisation Lia Rumantscha und als Leiter des Centro Culturale Svizzero in Mailand.
Chasper Pult wird am Samstag um 16.30 das Filmgespräch mit Daniel Sanou Kollo («Paweogo», «Le poids du serment») moderieren.

Andreas Schriber

Andreas Schriber, CEO Biovision Foundation, ist seit drei Jahrzehnten in Afrika unterwegs: Als Wissenschaftsjournalist, Dokumentarfilmer, Projektleiter und seit 2003 als Geschäftsleiter der Stiftung Biovision. Schriber hat internationale Dokumentarfilme und TV-Reportagen über Ökologie und Entwicklung realisiert, unter anderem für CNN, 3sat, SF und arte. In den 80er Jahren leitete er die Kommunikationsabteilung des WWF Schweiz.

Andreas Schriber moderiert am Sonntag um 15.30 das Filmgespräch zu «Silent Snow».

Sabine Gisiger

Sabine Gisiger studierte Geschichte in Zürich und Pisa und schloss das Studium 1988 mit einer Dissertation über die Geschichte der Dienstmädchen ab. Sie wurde Fernsehjournalistin und realisiert seit 1991 als freie Filmschaffende auch längere Dokumentarfilme, die allesamt mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. 2000 erhielt ihr Dokumentarfilm «Do It», den Filmpreis für den besten Schweizer Dokumentarfilm. Sabine Gisiger lebt und arbeitet in Zürich. Seit 2002 unterrichtet sie als Dozentin für Dokumentarfilm an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK.

Sabine Gisiger moderiert am Sonntag um 11.00 das Gespräch zu «Pink Taxi».

Flurina Badel

Flurina Badel ist im Engadin geboren und aufgewachsen, heute lebt sie in Graubünden und Basel. Flurina Badel arbeitet in den Bereichen Bildende Kunst, Video/Audio, Performance/Theater sowie als freie Journalistin bei RTR/SF und macht Produktionsleitung/PR/Moderation für diverse ausschliesslich kulturelle Anlässe. Seit 2007 kümmert sie sich um die eine Hälfte der Pressearbeit und Moderation der Weltfilmtage in Thusis.

Flurina Badel moderiert die Gespräche zu «The Raseda Trust», «L’autre côté du monde – Die andere Seite der Welt» und «Buenos dias, seguime en guerra» sowie die Eröffnung am Freitag um 17.45.

Daniel von Aarburg

Daniel von Aarburg ist in Chur aufgewachsen. Nach dem Studium der Germanistik und Philosophie an der Universität Zürich folgte eine Ausbildung zum “Réalisateur en audiovisuel” an der Filmschule Lausanne (DAVI). Seit 2000 ist Daniel von Aarburg freischaffender Filmemacher. Er realisierte «Letters to Srebrenica», «Marco Camenisch», «Si pensava di restare poco», «Hugo Koblet – Pédaleur de charme» u.a.

Daniel von Aarburg moderiert am Dienstag um 18.50 das Gespräch zu «Vol spécial» sowie die Eröffnung am Freitag um 17.45.